Herzlich Willkommen im Museum Tegernseer Tal - Kultur und Geschichte

 

Seit 1999 informiert das Museum im Alten Pfarrhof von Tegernsee über Kultur und Geschichte einer der traditionsreichsten Regionen Altbayerns – in 17 Räumen mit rund 850 Ausstellungsobjekten vom 14. – 20. Jahrhundert.

Schwerpunkte sind die Geschichte des Tegernseer Tals vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Zeugnisse des bäuerlichen Lebens und das traditionelle Handwerk.

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Mittwoch, 30. September 2026, 20:00 Uhr

Im klingenden Tal
Eine Abendführung durch die Musikgeschichte

Musikanten, Holzschnitt von Sepp Mohr
Musikanten, Holzschnitt von Sepp Mohr

Die bayerische Landesausstellung widmet sich heuer dem Thema „Musik in Bayern“. Die Führung im Museum Tegernseer Tal möchte dem musikalischen Schaffen in der Region im Wandel der Zeit nachspüren und nachhören.

Ausgehend von den Quirinus-Hymnen aus dem Kloster Tegernsee und den Klängen des Barocks folgt der Rundgang den unterschiedlichen Höreindrücken hin zu höfischen Melodien im Königsschloss. Die verspielten, ländlichen Kompositionen des Zither-Maxl stellen die Verbindung zum Beginn der Volksmusiksammlung und -pflege des Kiem Pauli durch die Förderung Herzog Ludwig Wilhelms her. Große Operninterpreten findet man im Tal ebenso wie die typische Gattung des Heimatliedes. Einzelne Persönlichkeiten und gesellige Vereine gestalten das akustische Erlebnis im „klingenden Tal“.

Musikalische Führung mit Dr. Roland Götz
Sepp Hornsteiner u.a.

Museum Tegernseer Tal, Seestraße 17

Preis: 15 EUR

 


 

Dienstag, 29. September 2026, 16:00 Uhr

Weichenstellungen
125 Jahre Tegernsee Bahn

Lokomotive EAG Otkar der privaten Eisenbahn-Aktiengesellschaft Schaftlach-Gmund-Tegernsee

Lokomotive „Otkar” der privaten Eisenbahn-Aktiengesellschaft Schaftlach-Gmund-Tegernsee

Baujahr 1901

Als 1835 die erste deutsche Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth eröffnet wurde, begann für Bayern ein neues Zeitalter des Verkehrs. Es dauerte noch Jahrzehnte, bis auch das Tegernseer Tal an das Schienennetz angeschlossen wurde. Erst am 1. Mai 1902 fuhr der erste Zug, gezogen von der Lok „Otkar“, in den Tegernseer Bahnhof ein. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts erhielt die Bahn immer stärkere Konkurrenz durch das Auto. Unternehmen und Züge passten sich den wandelnden Gegebenheiten immer wieder an. Angesichts der anstehenden großen Investitionen für die bevorstehende Elektrifizierung wurde die Tegernsee Bahn 2026 verkauft, bleibt aber als eigenständiges Eisenbahnunternehmen erhalten. Damit sind die Weichen für die Zukunft gestellt.

Führung durch die Sonderausstellung mit Edmund Schimeta

Museum Tegernseer Tal, Seestraße 17

Preis:   15 EUR


Samstag, 26. September 2026, 11:00 Uhr

„Sturm am Tegernsee” - Der Roman
Buchvorstellung und Lesung

Portrait von Carl Weinberger mit Unterschrift

Bereits 1941 erschien der dem Singspiel zugrundeliegende Roman von Karl Weinberger. Das Werk ist Teil der jüngeren Literaturgeschichte Tegernsees. Über Jahrzehnte gehörte das Buch zum fester Bestandteil Tegernseer Bibliotheken. Allmählich verlor sich die Aufmerksamkeit.

Die Geschichte um Macht, Intrigen und scheinbar unmögliche Liebe findet sich eingebettet in die herrschaftlichen und regionalen Gegebenheiten der Region im 13. Jahrhundert.
Seit der ersten Auflage des Romans haben sich Zeit und Lesegewohnheiten stark verändert.

Die Werkeinführung widmet sich neben der Biografie des Autors der literarischen Einordnung des Werks und lässt mit Hörproben des Originaltextes einen Vergleich zur Singspielfassung zu.
Thomas Rebensburg als Komponist und der Librettist Wolfgang Mueller werden anwesend sein.

Der Altertums-Gauverein Tegernsee fungiert bei der Neuauflage des Romans als Herausgeber!

Einführung:     Edmund Schimeta und Sonja Still
Lesung:           Martin Unterrainer

Kath. Pfarrzentrum Quirinal, Seestraße 23

Preis:   12 EUR

Einband der Neuauflage (2026) des Romans Sturm am Tegernsee von Karl Weinberger
Einband der Neuauflage des Romans „Sturm am Tegernsee“

 


 

Sonntag, 7. Juni 2026, 16:00 Uhr

Führung durch die Sonderausstellung
„Weichenstellungen - 125 Jahre Tegernsee Bahn”

Für Sonntag, 7. Juni, um 16 Uhr, laden wir herzlich ein zu einer Führung mit allen unseren Leihgebern, ohne deren Unterstützung die Vielfalt der Exponate nicht möglich gewesen wäre.

Unser Museumsleiter Edmund Schimeta wird uns durch die bewegten Zeiten der Tegernsee Bahn führen. Sicherlich kann auch der eine oder andere Leihgeber weitere Auskünfte zu den Objekten erteilen. Es bleibt Raum zum Fachsimpeln und Staunen.

Bei dieser Gelegenheit gibt es auch Getränke im "Bahnhofstüberl". 


Sonntag, 17. Mai 2026, 14:00 Uhr

Start der Museums-Saison 2026 am Internationalen Museumstag


Mit der Eröffnung unserer Sonderausstellung startet das Museum Tegernseer  auch in die Sommersaison 2026.

Öffnungszeiten bis 4. Oktober 2026:

Mittwoch – Samstag, 10 – 13 Uhr
Sonntag, 13 – 16 Uhr

Führungen können unter der Tel.-Nr. 08022 – 4862 vereinbart werden.


Sonntag, 17. Mai 2026, 14:00 Uhr

Eröffnung der Sonderausstellung
„Weichenstellungen - 125 Jahre Tegernsee Bahn”

Bahnhof Tegernsee in historischer Ansicht

Als 1835 die erste deutsche Eisenbahn eröffnet wurde, begann für Bayern ein neues Zeitalter des Verkehrs. Die Möglichkeit zum Transport großer Gütermengen war Voraussetzung für die Industrialisierung. Zugleich eröffnete die Bahn eine neue Dimension des Reisens. Es dauerte allerdings noch Jahrzehnte, bis auch das Tegernseer Tal an das Schienennetz angeschlossen wurde.

Seit 1858 führte die Maximilians-Bahn von München über Holzkirchen nach Rosenheim. 1874 wurde die Anschlussstrecke von Holzkirchen über Schaftlach nach Tölz eröffnet. Die 1882 gegründete „Eisenbahn-Actiengesellschaft Schaftlach-Gmund“ konnte schon 1883 eine Nebenstrecke ins Tegernseer Tal in Betrieb nehmen.

Für die anschließend geplante Verlängerung bis Tegernsee verzögerte sich der Beginn der Bauarbeiten, der erst im April 1901 erfolgte. Am 1. Mai 1902 fuhr der erste Zug, gezogen von der Lok „Otkar“, in den Tegernseer Bahnhof ein.

Der Bahnanschluss hatte bedeutende Auswirkungen für das ganze Tal, insbesondere für die weitere Entwicklung des Fremdenverkehrs. Der Tegernsee war nun für viele Menschen leicht erreichbar.

Im Verlauf des 20. Jahrhunderts erhielt die Bahn immer stärkere Konkurrenz durch das Auto. Auch die Bedeutung des Güterverkehrs auf der Schiene ist stark zurückgegangen. Doch ist die Eisenbahnverbindung zwischen München und Tegernsee heute wieder verstärkt ein wichtiges Verkehrsmittel für Ausflügler und Berufspendler.

Im März 2026 übernahm die DB InfraGO die Tegernsee-Bahn Betriebsgesellschaft (TBG). Die TBG bleibt dabei als eigenständiges Eisenbahnunternehmen mit Ansprechpartnern vor Ort erhalten. Die TBG wird Eisenbahn des Bundes.
Die Weichen in die Zukunft sind gestellt.

Das Museum Tegernseer Tal widmet die diesjährige Sonderausstellung diesem Thema.

Eröffnung der Sonderausstellung
Sonntag, 17. Mai, 14 Uhr
Ort: Museum Tegernseer Tal, Seestraße 17, 83684 Tegernsee
Internationaler Museumstag - freier Eintritt!

 


 

Samstag, 11. April 2026, 11:00 Uhr - Samstags um 11

„Das Bleibende ist der stetige Wandel”
Braucherhebungen im Tegernseer Tal und Mitte des 20. Jahrhunderts

Die Annahme der kontinuierlichen Weitergabe von Traditionen und der Unverrückbarkeit von Brauchhandlungen wurde und wird auch heute immer noch gerne heraufbeschworen. Doch schon Heraklit von Ephesus (500 v. Chr.) soll den Ausspruch: „Das Bleibende ist der stetige Wandel“ geprägt haben.

Überregionale Braucherhebungen sollten ab Anfang des 20. Jahrhunderts den Kultur- und Geschichtswissenschaften relevante Daten für die vergleichende Forschung und die Erstellung von Verbreitungskarten liefern. Johann Stadler, Saliterer, als Mitbegründer und langjähriger Vorstand des Altertums-Gauvereins Tegernsee hat sich aktiv an der „Rundfrage“ des Bayerischen Vereins für Volkskunst und Volkskunde, 1908/09, beteiligt und die Situation vor Ort beschrieben.

Gemeinsam mit den Erhebungen der Erzdiözese München und Freising zu den religiösen Brauchhandlungen in den 1950er Jahren lassen sich Entwicklungen und Veränderungen des Brauchtums im Tegernseer Tal nachverfolgen.

Birgit Halmbacher und Dr. Roland Götz stellen die Ergebnisse der beiden Erhebungen im historischen Kontext vor.

Termin: Samstag, 11. April, 11 Uhr
Ort: Museum Tegernseer Tal, Seestraße 17, 83684 Tegernsee
Eintritt: 5,- EUR – Mitglieder des Altertums-Gauvereins haben freien Eintritt!